Nebenkostenabrechnung prüfen: So erkennen Sie Fehler und sparen Geld

Jede zweite Nebenkostenabrechnung soll fehlerhaft sein – häufig zum Nachteil des Mieters. Wir zeigen, welche Fehler typisch sind, wie Sie die Abrechnung prüfen und wann Sie widersprechen sollten.

Von: anwaltwelt.de Redaktion

<h2>Die wichtigsten Fristen</h2><p>Der Vermieter muss die Betriebskostenabrechnung spätestens <strong>12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums</strong> vorlegen. Kommt sie zu spät, darf er keine Nachzahlung verlangen. Haben Sie eine Nachzahlung zu leisten, haben Sie nach Erhalt der Abrechnung ebenfalls 12 Monate Zeit, dieser zu widersprechen.</p><h2>Was muss eine korrekte Abrechnung enthalten?</h2><ul><li>Abrechnungszeitraum</li><li>Gesamtkosten je Kostenposition</li><li>Verteilerschlüssel und Erläuterung</li><li>Ihr Anteil an den Kosten</li><li>Abzug Ihrer geleisteten Vorauszahlungen</li><li>Saldo (Guthaben oder Nachzahlung)</li></ul><h2>Häufige Fehler in der Abrechnung</h2><p><strong>Nicht umlagefähige Kosten</strong> werden abgerechnet (z. B. Verwaltungskosten, Reparaturen, Instandhaltungsrücklagen). <strong>Falscher Verteilerschlüssel</strong>: Ohne abweichende Vereinbarung sind die Kosten nach Wohnfläche aufzuteilen. <strong>Doppelte Positionen</strong>: Prüfen Sie, ob einzelne Kostenpunkte mehrfach erscheinen.</p><h2>Ihr Recht auf Belegeinsicht</h2><p>Sie dürfen alle Belege und Rechnungen einsehen, die der Abrechnung zugrunde liegen. Der Vermieter muss Ihnen auf Verlangen Einsicht gewähren – entweder vor Ort oder durch Übersendung von Kopien (auf Ihre Kosten).</p><h2>Widerspruch einlegen</h2><p>Schreiben Sie einen formlosen, schriftlichen Widerspruch mit genauer Benennung der beanstandeten Positionen. Begründen Sie konkret, warum Sie die Kosten für nicht umlagefähig halten.</p>

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