Testament aufsetzen: Die 6 häufigsten Fehler und wie Sie sie vermeiden

Ein falsches Testament kann dazu führen, dass Ihr letzter Wille nicht respektiert wird. Wir zeigen die häufigsten Fehler bei der Testamentserrichtung und wie Sie sicherstellen, dass Ihre Verfügungen wirksam sind.

Von: anwaltwelt.de Redaktion

<h2>Warum ein fehlerhaftes Testament so gefährlich ist</h2><p>Jährlich werden in Deutschland Tausende Testamente angefochten oder für unwirksam erklärt – oft wegen formaler Fehler, die leicht vermeidbar gewesen wären. Die gesetzliche Erbfolge greift dann automatisch, was häufig nicht dem tatsächlichen Willen des Erblassers entspricht.</p><h2>Fehler 1: Nicht handschriftlich verfasst</h2><p>Ein eigenhändiges Testament muss vollständig handschriftlich verfasst und unterschrieben sein. Ein am Computer geschriebenes Dokument – selbst mit handschriftlicher Unterschrift – ist unwirksam. Diktieren Sie nichts, schreiben Sie alles selbst.</p><h2>Fehler 2: Fehlende oder falsche Datumsangabe</h2><p>Das Datum ist Pflicht. Fehlt es oder ist es unleserlich, kann das Testament angreifbar werden. Ort und Datum immer vollständig angeben: "Berlin, den 23. Juli 2026".</p><h2>Fehler 3: Unklare Formulierungen</h2><p>Formulierungen wie "mein gesamtes Hab und Gut" oder "das meiste" führen zu Streit unter Erben. Benennen Sie Erben und Gegenstände so konkret wie möglich: Name, Geburtsdatum, genaue Bezeichnung des Vermögensgegenstands.</p><h2>Fehler 4: Den Pflichtteil übersehen</h2><p>Enge Angehörige (Kinder, Ehepartner, Eltern) haben einen gesetzlichen Pflichtteil – die Hälfte des gesetzlichen Erbteils – den Sie nicht vollständig ausschließen können. Planen Sie das in Ihrer Verfügung ein.</p><h2>Fehler 5: Kein Ersatzerbe benannt</h2><p>Was passiert, wenn Ihr benannter Erbe vor Ihnen stirbt? Ohne Ersatzerben gilt die gesetzliche Erbfolge. Benennen Sie immer eine Ersatzperson.</p><h2>Fehler 6: Das Testament nicht verwahren</h2><p>Hinterlegen Sie Ihr Testament beim Nachlassgericht oder informieren Sie Vertrauenspersonen über den Aufbewahrungsort. Ein perfektes Testament, das niemand findet, nützt nichts.</p>

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